Das Gesicht eines Höckerschwans trägt eine eigentümliche Ruhe in sich. Der lange Hals wirkt wie eine stille Verbindung zwischen Wasser und Himmel, während der orange-rote Schnabel mit seinem schwarzen Höcker etwas Ursprüngliches und Würdevolles besitzt.
In seinen dunklen Augen scheint keine Hast zu liegen. Sie erinnern daran, dass Wahrnehmung nicht immer Bewegung braucht. Der Schwan betrachtet die Welt, ohne sie erklären zu müssen.
Vielleicht liegt gerade darin seine besondere Ausstrahlung: Er wirkt nicht wie ein Tier, das die Welt beherrschen will, sondern wie eines, das in ihr vollkommen gegenwärtig ist.
Sein Gesicht wird so zu einem stillen Spiegel menschlicher Fragen:
Was bedeutet Würde? Was bedeutet Ruhe? Und wie viel Schönheit entsteht allein dadurch, dass ein Wesen einfach da ist?
Der Höckerschwan antwortet nicht.
Er schaut.
Und vielleicht genügt das.
Wunderbar




