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Der Blick ins Blaue



an die kehre ich nicht einfach zurück.
Ich suche sie auf, weil ein Teil von mir selbst dort geblieben ist.

Heute sitze ich wieder an meinem Platz.
An dieser einen Stelle an der Nordsee, die ich immer wieder aufsuche, wenn ich Abstand brauche, wenn meine Gedanken zu laut werden oder wenn ich einfach nur sein möchte.

Das Meer hat sich weit zurückgezogen und den Blick freigegeben auf eine endlose Weite. Vor mir nur das Watt, das sich still bis zum Horizont erstreckt. Darüber dieser strahlend blaue Himmel so klar, so unendlich, als hätte jemand die Welt für einen Augenblick von allem Überflüssigen befreit.

Und plötzlich wird es still in mir.

Der warme Wind streicht über mein Gesicht. Ich höre das leise Rauschen der Nordsee, irgendwo weit draußen. Ich atme tief ein und spüre, wie etwas von mir abfällt, das ich gar nicht bewusst mit hierhergebracht habe.

Vielleicht ist es genau das, was ich an diesem Ort so liebe.

Er verlangt nichts von mir.

Ich muss nichts erklären.
Nichts leisten.
Nichts festhalten.

Ich darf einfach hier sitzen.

Auf das Blau des Himmels, das sich fast mit dem Blau des Meeres verbindet. Auf die Weite, die mir immer wieder zeigt, dass meine Sorgen zwar manchmal groß erscheinen, aber nicht größer sind als dieser Horizont.

Die Nordsee hat ihre ganz eigene Sprache.
Mal wild und ungestüm, mal rau und grau. Und dann wieder so still und wunderschön wie heute.

Vielleicht brauche ich das Meer, um mich selbst wiederzufinden.

Hier an meinem Platz kann ich Kraft tanken. Gedanken loslassen. Durchatmen. Und für einen kleinen Moment vergessen, wie schnell sich die Welt normalerweise dreht.

Für andere vielleicht nur ein Foto.

Ein Stück Heimat.
Ein Ort zum Durchatmen.
Ein Ort, an dem meine Seele leiser wird.

Und während ich hier sitze, wird mir wieder bewusst:

Manchmal braucht es gar nicht viel, um neue Kraft zu finden.


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2 Gedanken zu „Der Blick ins Blaue

    • Ja, ich bin an der Küste geboren, dass Wasser ist mein Element, es zieht mich immer wieder hierher zurück und ich genieße jeden Moment, wo ich die gute Seeluft riechen kann und mein Auge diese schönen Momente erlebt. Ich reflektiere mich dann immer wieder und denke mir wie schön, friedlich und in Ruhe ich hier leben darf.
      Ich betrachte mich dann von außen und bemerke, wie sehr ich hier hingehöre, dass dieser Ort zu mir passt und ich dafür sehr dankbar bin.
      Selbstreflexion halt.

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