Sein Stamm ist gebrochen.
Er steht für so vieles, was das Leben ausmacht.
Dieser kleine, alte Birnbaum steht in einer alten Gärtnerei.
Gestern durfte ich ihn im Hinterhof entdecken.
Er ist nie groß geworden. Sein Stamm ist stark gezeichnet, gebrochen, stark verletzt, an manchen Stellen bereits vom Leben und der Vergangenheit gezeichnet.
Und trotzdem trägt er voller Kraft sein grünes Kleid.
Man hat ihm ein starkes Fundament gegeben.
Man hat ihn nicht aufgegeben, nur weil er nicht mehr vollkommen ist.
Im Gegenteil, er wird gepflegt, geliebt und geschätzt.
Nicht dafür, was aus ihm hätte werden können, sondern für das, was er bisher ausgehalten hat und für das, was er ist.
Er erinnert mich daran, dass auch wir nicht immer stark, gerade und unversehrt durchs Leben gehen müssen. Wir dürfen Narben haben. Wir dürfen Brüche haben. Und manchmal brauchen auch wir ein gutes und gesundes Fundament, das uns hält.
Vielleicht erzählt er damit auch ein wenig von uns Menschen.
Von den Stellen, an denen wir gebrochen wurden,
von den Narben, die geblieben sind
und von der Kraft, die trotzdem noch in uns wächst.


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