Was wäre, wenn wir uns die richtigen Fragen stellen würden?
A grand spectacle writ smal.
Ein großes Spektakel im Kleinen.
Da sitzt er nun, dieser kleine Marienkäfer. Auf einem Stück alter Rinde, mitten in der Natur. Er verweilt kurz, den Kopf leicht zu mir gedreht, als würde ihn etwas beschäftigen.
Wenn ich mein Foto betrachte, frage ich mich, welche Frage er mir wohl stellen würde, wenn es ihm möglich währe.
Vielleicht eine, die wir Menschen viel zu selten an uns selbst richten:
„Bist du eigentlich noch aufmerksam für das,
was wirklich zählt?“
Wir eilen durch unsere Tage, verfolgen Ziele, machen uns Sorgen über morgen und hängen manchmal mit unseren Gedanken an gestern fest.
Wir wollen mehr erreichen, mehr besitzen, mehr erleben.
Und während wir damit beschäftigt sind, unser Leben voranzubringen, zieht das Leben selbst leise an uns vorbei.
Wir übersehen die kleinen Augenblicke.
Ein Sonnenstrahl auf unserer Haut.
Ein ehrliches Lächeln.
Die Hand eines Menschen, der uns nahesteht.
Das Gefühl, für einen Moment einfach da zu sein, ohne etwas erreichen oder beweisen zu müssen.
Und dann sitzt da dieser winzige Marienkäfer vor mir, während ich am Boden liege und mit ihm auf Augenhöhe bin.
Er muss mir keine Antwort geben, denn sein Ausdruck beschreibt mir etwas wichtiges.
Vielleicht reicht es schon, dass wir beginnen, uns selbst eine Frage zu stellen.
Wann haben wir zuletzt wirklich hingesehen?
Nicht nur auf das, was vor unseren Augen liegt, sondern auch auf die Menschen, die uns begleiten, auf die Natur, die uns umgibt, und auf das Leben, das uns jeden Tag geschenkt wird?
Der Marienkäfer muss nicht tatsächlich eine Frage stellen.
Es genügt, dass sein Blick in uns eine auslöst.
„Danke, mein kleiner Freund, für diese besondere Begegnung.“
❤️

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