Eine Bank
Manchmal gibt es Orte, die nichts von mir verlangen.
Kein Gespräch. Keine Eile. Keine Erklärung.
Nur diesen einen Augenblick.
Unter den weit ausladenden Zweigen der alten Weide steht eine Bank.
Sie wirkt beinahe vergessen, als hätte die Zeit sie dort zurückgelassen.
Das Licht fällt sanft durch die Zweige und verliert sich im Nebel. Die langen Äste der Weide bewegen sich kaum.
Am Wasser liegt eine stille Spiegelung, während der Tag langsam seine Hektik verliert.
Vielleicht hat hier schon jemand gesessen, der Antworten gesucht hat.
Vielleicht jemand, der einfach nur eine Weile schweigen wollte.
Ich blieb einen Moment stehen und betrachtete diese Szene.
Nicht, weil etwas Spektakuläres geschah, sondern weil nichts geschah.
Das kann die Schönheit dahinter sein.
Die alte Weide stand dort wie ein stiller Wächter. Ihre Wurzeln tief in der Erde, ihre Äste weit in den Himmel.
Zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Licht und Schatten.
Ich drücke den Auslöser.
Nicht um einen besonderen Moment festzuhalten.
Sondern um mich daran zu erinnern, dass es sie noch gibt.

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