Wo die Zeit ruht
Die alten Schiffsplanken lagen still unter einer dicken Schicht aus Staub. Zwischen den verwitterten Brettern hatten sich längst vergessene Blätter gesammelt, trocken und zerbrechlich wie Erinnerungen.
Einst war dieses Holz Teil eines Schiffes. Es trug Menschen über das Wasser, spürte den Wind und hörte das Rufen der Möwen. Doch irgendwann endete die Reise. Das Schiff blieb zurück, und mit den Jahren nahm sich die Natur langsam zurück, was ihr einst genommen worden war.
Nun erzählen die Risse im Holz und die verblassten Spuren ihre eigene Geschichte. Eine Geschichte von Meer, Wind und Zeit.
Vielleicht ist Verfall nicht nur ein Ende.
Vielleicht ist er auch eine leise Erinnerung daran, dass alles seine Spuren hinterlässt – selbst Dinge, die längst vergessen scheinen.
Und so ruht die Zeit zwischen diesen alten Planken.

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