entstand aus der Kaiser-Wilhelm-Suite des ATLANTIC Hotel Wilhelmshaven.
Mein besonderer Dank gilt dem Concierge und dem gesamten Team für die außergewöhnliche Aufmerksamkeit, die herzliche Gastfreundschaft und den erstklassigen Service.
Ein beeindruckender Moment, der in bester Erinnerung bleibt.
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Es war eine stille Nacht an der Nordsee. Das Watt lag dunkel und weit vor mir, während über dem Horizont der Mond langsam sein rotes Licht entfaltete.
Ein Blutmond. Fremd und wunderschön zugleich.
Ich stand einfach nur da und sah hinauf.
Dann tauchte plötzlich diese Möwe auf.
Sie flog durch die Nacht, allein, leicht und unbeirrt. Für einen kurzen Moment schien es, als hätte sie nur ein Ziel: den Mond.
Ich weiß, dass sie ihn niemals erreichen würde.
Und trotzdem sah es so aus, als würde sie es versuchen.
Vielleicht liegt genau darin etwas, das uns Menschen so tief berührt.
Wir wissen, dass manche Dinge unerreichbar sind. Manche Wünsche bleiben Wünsche. Manche Wege führen nicht dorthin, wo wir sie gerne hätten. Und trotzdem fliegen wir los.
Immer wieder.
Vielleicht, weil es nicht darum geht, den Mond tatsächlich zu erreichen.
Vielleicht geht es mehr darum, den Mut zu haben, ihm entgegenzufliegen.
Ich drückte den Auslöser genau in diesem Augenblick.
Nur eine Sekunde später war die Möwe verschwunden. Der Mond blieb.
Aber auf meinem Foto blieb auch dieser kleine Flug.
Und manchmal schaue ich es an und denke:
Vielleicht wusste die Möwe etwas, das wir längst vergessen haben.
Dass es schön sein kann, einem Traum entgegen zu fliegen, selbst dann, wenn man nicht weiß, ob man ihn jemals erreichen wird.
Vielleicht erreicht sie ihn ja doch.
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und die unvorhersehbaren Momente, die die Faszination des Radsports für mich ausmachen. Manchmal wartet ich stundenlang an der Strecke, stelle die Kamera ein und hoffe auf den perfekten Schuss. Und dann passiert es in einem Bruchteil von einer Sekunde.
Das Feld schießt vorbei. Das Summen der Laufräder liegt in der Luft. Ich halte die Kamera im Anschlag, fokussiere – und plötzlich blickt ein Fahrer direkt in meine Linse. Keine verbissene Miene, kein Tunnelblick. Stattdessen ein breites, ehrliches Lächeln und das Victory-Zeichen direkt in die Kamera.
Ein kurzer Moment puren Spaßes inmitten der extremen Anstrengung des Rennens. Klick. Das Bild ist im Kasten. Das Feld ist längst weitergezogen, aber diese sympathische, kurze Begegnung bleibt.
Genau für diese Emotionen liebe ich diesen Sport!
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an die kehre ich nicht einfach zurück. Ich suche sie auf, weil ein Teil von mir selbst dort geblieben ist.
Heute sitze ich wieder an meinem Platz. An dieser einen Stelle an der Nordsee, die ich immer wieder aufsuche, wenn ich Abstand brauche, wenn meine Gedanken zu laut werden oder wenn ich einfach nur sein möchte.
Ebbe.
Das Meer hat sich weit zurückgezogen und den Blick freigegeben auf eine endlose Weite. Vor mir nur das Watt, das sich still bis zum Horizont erstreckt. Darüber dieser strahlend blaue Himmel so klar, so unendlich, als hätte jemand die Welt für einen Augenblick von allem Überflüssigen befreit.
Ich sitze hier und schaue ins Blaue.
Und plötzlich wird es still in mir.
Der warme Wind streicht über mein Gesicht. Ich höre das leise Rauschen der Nordsee, irgendwo weit draußen. Ich atme tief ein und spüre, wie etwas von mir abfällt, das ich gar nicht bewusst mit hierhergebracht habe.
Vielleicht ist es genau das, was ich an diesem Ort so liebe.
Er verlangt nichts von mir.
Ich muss nichts erklären. Nichts leisten. Nichts festhalten.
Ich darf einfach hier sitzen.
Und schauen.
Auf das Blau des Himmels, das sich fast mit dem Blau des Meeres verbindet. Auf die Weite, die mir immer wieder zeigt, dass meine Sorgen zwar manchmal groß erscheinen, aber nicht größer sind als dieser Horizont.
Die Nordsee hat ihre ganz eigene Sprache. Mal wild und ungestüm, mal rau und grau. Und dann wieder so still und wunderschön wie heute.
Vielleicht brauche ich genau diese Gegensätze.
Vielleicht brauche ich das Meer, um mich selbst wiederzufinden.
Hier an meinem Platz kann ich Kraft tanken. Gedanken loslassen. Durchatmen. Und für einen kleinen Moment vergessen, wie schnell sich die Welt normalerweise dreht.
Der Blick ins Blaue.
Für andere vielleicht nur ein Foto.
Für mich ist es ein Gefühl.
Ein Stück Heimat. Ein Ort zum Durchatmen. Ein Ort, an dem meine Seele leiser wird.
Und während ich hier sitze, wird mir wieder bewusst:
Manchmal braucht es gar nicht viel, um neue Kraft zu finden.
Nur einen vertrauten Platz, die Weite der Nordsee und diesen einen, unendlich schönen Blick ins Blaue.
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